Neues Fangnetz im Klettergarten Igel | © DAV Trier - Peter Bohr

Sanierungen im Klettergarten Igel: Gemeinsam den Erhalt sichern

07.06.2026

Der Klettergarten Igel ist seit vielen Jahren ein zentraler Kletterspot unserer Region. Für viele Kletter- und Naturbegeisterte ist er ein besonderer Ort für Sport, Naturerlebnis und Gemeinschaft. Damit das auch in Zukunft so bleibt, sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig.

Warum die Sanierung notwendig ist

Durch fortschreitende Verwitterung und Erosion kommt es zu Gesteinsablösungen. Das dadurch entstandene lockere Material begünstigt Steinschlag. Im ungünstigsten Fall kann es zum Ablösen einzelner Felsteile führen. Um den Klettergarten rund um die Richardshöhe langfristig zu erhalten, sind daher gezielte Sicherungs- und Instandhaltungsmaßnahmen notwendig.

Erste Erfolge sichtbar – Hauptsanierung braucht Zeit

Ein erster wichtiger Schritt wurde bereits erfolgreich abgeschlossen: Die Erneuerung des Fels-Fangnetzes im Sektor „Schweinsohr“ konnte bereits im April umgesetzt werden. Hierfür wurden vereinseigene Mittel in Höhe von ca.  26.000 € eingesetzt. 

Noch ausstehend sind die deutlich umfangreichere Sanierung des Bandes über den Sektoren „Spinnennetz“, „Sodom“ und „‚Spiderman“ sowie die Abstützung der Aussichtsplattform. Hier belaufen sich die geschätzten Gesamtkosten der notwendigen Maßnahmen auf 75.000 bis 100.000 Euro.

Gutachten als nächster wichtiger Schritt

Bevor gezielte Maßnahmen umgesetzt werden können, sind im Juni vor Ort Begehungen mit Geo-Ingenieuren geplant. Mögliche Handlungsoptionen sollen geprüft und Lösungen entwickelt werden, die sowohl technisch sinnvoll als auch mit den Anforderungen des Naturschutzes vereinbar sind.

Parallel arbeitet die zur Umsetzung des Sanierungsprojektes gegründete Projektgruppe daran, weitere Fördermöglichkeiten und finanzielle Unterstützungen zu erschließen. 

Ist das Klettern im Klettergarten Igel sicher?

Nach Einschätzung der Projektgruppe ist das Klettern im Klettergarten Igel sicher. Durch die Erneuerung des Fels-Fangnetzes im April und die Säuberung der Bänder im Rahmen des Felssäuberungstags im März ist die Sicherheitslage vor Ort so gut wie schon lange nicht mehr. Vorsicht ist natürlich trotzdem immer geboten, da sich - vor allem nach starken Regenfällen - immer lockeres Gestein lösen kann. Der DAV Trier empfiehlt daher grundsätzlich das Tragen eines Kletterhelms im Klettergarten Igel. 

Gemeinsam Verantwortung übernehmen – weitere Spenden benötigt

Die Felsen im Klettergarten Igel sind mehr als nur ein Klettergebiet – sie sind ein Stück regionaler Kletterkultur. Gemeinsam können wir diesen besonderen Ort langfristig sichern. Wir danken allen bisherigen und zukünftigen Spenderinnen und Spendern herzlich für ihre Unterstützung. Die bisher eingegangenen Spenden belaufen sich auf rund 1.000 Euro.

Jede Unterstützung – ob groß oder klein – hilft dabei, das Projekt voranzubringen und den Klettergarten für kommende Generationen zu erhalten. Die Spenden werden ausschließlich zweckgebunden für die Sanierung und den langfristigen Erhalt des Igeler Kletterfelsens verwendet.

Über alle weiteren Schritte wird die Projektgruppe regelmäßig online informieren. So bleiben Mitglieder, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie alle Interessierten jederzeit über den aktuellen Stand informiert.