Klettersteigtour Rofan | © DAV Trier
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5-Gipfel-Klettersteigtour im Rofan

Tourenbericht: 5 Gipfel in 3 Tagen

01.07.2026

Am 22. Mai 2026 ging es für Hermann, Heinrich, Thomas, Mick, Andrea, Ines, Mira und Elmar hinauf ins Rofan in den Ostalpen. 

An der Erfurter-Hütte angekommen, konnte das erstaunlich komfortable Bettenlager bezogen werden. Die Hüttencrew wurde direkt in Beschlag genommen und am gleichen Abend noch lieb gewonnen.

Tag 1

Nach einer recht kurzen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ging es zu unserem ersten Gipfel. Nach Überquerung einiger Schneefelder im Zustieg legten wir uns in unsere Klettersteigausrüstung an und bestiegen über den Hochiss-Klettersteig (C/D, 110Hm,ca. 50min.) den Gipfel. Traumhafte Kulisse und eine Gipfeljause später stiegen wir dann wieder ab und ließen den Tag bei leckerem Essen und Trinken gemütlich ausklingen. 

Tag 2

Der nächste Tag sollte das Highlight der Tour werden… und was soll ich sagen, das war es auch. Rucksäcke gepackt, Verpflegung am Start, Wanderschuhe geschnürt und los! Auch bei diesem Zustieg war die Sonne am Start und bescherte uns schöne sulzige und matschige Schneefelder. Aber kein Problem für Mira und Elmar, die hatten ihre Gruppe sehr gut im Griff. Am Fuße des Rosskopf angekommen hieß es erst einmal die Lage checken, die Ein oder Andere zum Aufstieg motivieren (das macht was mit einem, wenn man so eine riesige Wand vor sich hat) und dann los. Der Rosskopfklettersteig (C/D 150Hm) war gut zu machen und hatte definitiv jede Menge Charme. Am Gipfelkreuz angekommen ging es gleich noch einmal bergab. Der nächste Gipfel an diesem Tag war die Seekarl-Spitze. Ein sehr imposanter Klettersteig (D, 70 Hm) mit Steilwänden, Querungen und jede Menge Tiefblick. Aber auch diese Wand wurde beklettert und belohnte uns mit einem tollen Ausblick ins Rofan. Gipfel 3 an diesem Tag war das Spieljoch. Über den Spieljoch-Klettersteig (B/C 150 Hm) ging es zu unserem letzten Gipfel an diesem Tag, dem Spieljoch. Müde und mit jeder Menge neuen Eindrücken freuten wir uns schon auf das versprochene Hirschragout mit Nudeln in der Erfurter-Hütte. Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten: Der Hüttenwirt meinte es mit der Hitze des Ofens zu gut, und so gab es dann das Hirschragout einen Tag später.

Tag 3

Der letzte Tag bescherte uns auch wieder traumhaftes Wetter, spielende Murmeltiere, abtauende Schneefelder, Enzian und Edelweiß, steile Wiesen und die Haidach-Stellwand. Diesen Zustieg kannten wir schon vom Vortag. Nur bogen wir jetzt nicht links, sondern rechts ab. Der Haidach-Stellwand-Klettersteig (B/C 120 Hm) ist ein absoluter Genussklettersteig. Schöne Wände, gute Griffe und Tritte und eine kleine Seilbrücke inklusive Fotospot. Der letzte Aufstieg zum Gipfelkreuz gleicht dann eher einer kleinen Wanderung. Die Dohlen warten schon auf unseren Gipfelapfel und nach einer kurzen Verweilpause ging es über eine kleine Abkletterpassage zurück zur Hütte. Dort hieß es dann leider schon „Koffer packen, Abschied nehmen und zurück ins Tal.“ Thomas konnte einfach nicht genug von dem guten Bier und dem Hirschragout bekommen und hat kurzer Hand beschlossen, noch dort oben zu bleiben. Alles in allem war es eine gelungene Klettersteigtour mit jeder Menge Spaß und Freude und einem super Tourenleitergespann!